Eine Hausgemeinschaft als neues Zuhause im Alter



In einer Hausgemeinschaft wohnt jede Partei in ihrer eigenen Wohnung. Lediglich die Gemeinschaftsräume sind allen zugänglich. Hausgemeinschaften sind nur für offene, kontaktfreudige Menschen geeignet, die sich in die Gemeinschaft einbringen wollen. Sie müssen bereit sein, eigene Vorstellungen zu überprüfen und diese auch zugunsten Anderer zurückzustellen. Beim Einzug sollten die Bewohner jedoch nicht pflegebedürftig sein. Jeder kann in der eigenen Wohnung unabhängig leben und trotzdem mit den Mitbewohnern Kontakte pflegen So geht das gemeinsame Leben in der Hausgemeinschaft weit über gut nachbarschaftliche Beziehungen hinaus.  Es gibt von Allen genutzte Räume wie Gemeinschaftsräume, Wirtschaftsräume, teils auch einen Garten oder Außenbereich. Da sich nicht alle Bewohner täglich treffen, ist eine Strukturierung des Gemeinschaftslebens nötig, um es lebendig zu erhalten - etwa durch regelmäßige Treffen , durch geselliges Beisammensein, durch Sport und Spiele sowie Ausflüge und den Besuch kultureller Veranstaltungen. Daneben ist eine eingespielte hausinterne Kommunikation genauso wichtig. Zum Grundverständnis gehören gegenseitige Unterstützung im Alltag und gemeinsame Aktivitäten. Damit fördern die Bewohner geistige und sozialverantwortliche Regsamkeit und wirken so einer Vereinzelung und Vereinsamung im Alltag entgegen.

Die Bedeutung einer solchen Wohnform liegt in ihrer präventiven Funktion. Bewohnerinnen und Bewohner fühlen sich in einer Gemeinschaft sicher und wohl, sie haben Aufgaben und werden gebraucht. Die Lebensqualität wird dadurch erhöht und eine Pflegebedürftigkeit kann verzögert oder verhindert werden. Kernpunkt eines solchen Wohnprojektes ist der Wunsch, in einer selbstbestimmten Gemeinschaft auch im Alter das Leben sinnvoll und aktiv miteinander zu gestalten.