Seniorengerechtes Haus geplant Halterner Zeitung

Haltern: Wer sich ein „Leben in Nachbarschaft“ wünscht, muss Genosse werden. Dafür gibt es im Gegenzug viele Annehmlichkeiten und die Gewissheit, im Alter nicht allein zu sein. Darum geht es beim seniorengerechten Wohnprojekt "LiNa", das am Hennewiger Weg geplant ist.

 

Foto Elisabeth Schrief
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Foto Elisabeth Schrief
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So sieht das geplante Wohnprojekt aus Blickrichtung Hennewiger Weg aus. Das Haus ist dreigeschossig und beherbergt 19 abgeschlossene Wohneinheiten in unterschiedlicher Größe und einen Gemeinschaftsraum. Foto: Elisabeth Schrief


Norbert Hofmann, der Vorsitzende der Wohnungsgenossenschaft, stellte am Dienstagabend zusammen mit dem LiNa-Vorsitzenden Oskar Krüger und dem Wulfener Architekt Hans-Georg Schmidt-Domogalla die Pläne im Josefshaus vor. Geplant ist auf 1950 Quadratmetern Baugrund ein zweigliedriges, über Laubengänge erschlossenes Haus mit 19 barrierefreien Wohneinheiten für die Altersgruppe ab 60plus.
Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 48 und 85 Quadratmetern; zehn Wohnungen sind Mietern mit Wohnberechtigungsscheinen vorbehalten. Zum Haus gehört ein Quartiersraum für gemeinschaftliche Unternehmungen, dieser soll auch der Nachbarschaft Hennewiger Weg für Begegnungen offen stehen.

"Zwei Schuhe eines Paares"
Das energetisch gut durchdachte Passivhaus kostet 3,1 Millionen und soll sich durch Genossenschaftsanteile, öffentliche Mittel und Bankdarlehen finanzieren. Der Verein LiNA entwickelte es, die Genossenschaft errichtet und bewirtschaftet das Haus. „Wir sind zwei Schuhe eines Paares“, fand Norbert Hoffmann dafür ein treffendes Bild.
Die Stadt hat eine Option auf das insgesamt 2862 Quadratmeter große Grundstück gegeben, die Bauvoranfrage läuft, über den Verkauf entscheidet der Hauptausschuss voraussichtlich im März 2014. Allerdings möchte LiNa nur den benötigten Baugrund kaufen, der 912 Quadratmeter große, noch anzulegende Mehrgenerationen-Spielplatz hinter dem Haus soll in städtischem Besitz bleiben. „Zurzeit besteht die Genossenschaft aus 26 Mitgliedern. Wir hätten gerne mehr, desto weniger Bankdarlehen sind nötig“, warb Norbert Hoffmann auf der Versammlung um weitere Anteilseigner.